Halte somit bildlich fest, dass ich nicht ganz so untätig bin wie ich mich fühle. (Ich habe den Verdacht, dieses Gefühl kommt vom auferzwungenen Krankenstand, bei dem ich nicht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wie aufgezogen tuen und machen darf, und während dessen die Zeit zwar vergeht, aber schleppend, im Gegensatz zu mir selbst, die ich mich ja "nicht anstrengen", sprich nicht wirklich was zuwege bringen, darf.)
Zuallererst die Bubenhose, die ich natürlich nicht hätte nähen dürfen (schonen, schonen, Schultergürtel schonen...).
Einmal von vorne.



Sowie der monströse Schal, aus dem ein Heizpullunder wurde. Dem noch etwas an der rechten Schulter fehlt, und ich habe schon eine Ahnung was es sein wird.

Um mich vor weiteren geplanten Ausfertigungen (ich erinnere mich selbst: Nadelkissen?!? Endlich?!?) zu drücken, noch schnell und ebenso verbotenerweise einen Bubenpullunder angefangen.

Lieber geh ich einen halben Tag lang spazieren, vor allem wenn es dabei etwas zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken und anzufühlen gibt. Wie gestern beim seit Jahrzehnten traditionellen Besuch des Volksstimmefests.
Nicht lange bevor wir uns auf den Heimweg machten, suchte sich das Kind noch dringend schnell eine Kopfbedeckung aus, wie er es anscheinend nun zu seiner jährlichen Tradition macht.
Nach 2007: Aztekenstrickmütze; 2008: Bikerkopftuch; kam nun 2009: Rastafarihaube.

Obwohl ich mich gestern sofort an dieses Bild erinnern musste:

– Die Mütze hatten wir natürlich nur für den Schnappschuss geliehen.
Manchmal muss man eben ein bisschen warten, bis man etwas für sich heimnehmen kann.
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